Abrechnungs-Synopse bei Pflegegrad und Eingliederungshilfe

Erläuterungen zum PAR-Zeitstrahl Beispiel Abrechnungssynopse auf Seite 5:

Mögliche PAR-Behandlungsstrecken bei Versicherten nach §22a SGB V (Pflegegrad bzw. Eingliederungshilfe)
unter Berücksichtigung der Leistungspositionen Mundgesundheitsstatus, Plan & Aufklärung (174a/b).

Die systematische Behandlungsstrecke wird im zahnärztlichen Praxisalltag bei Menschen mit zugeordnetem Pflegegrad nicht der Regelfall sein. Im Einzelfall jedoch, wenn die betroffene Person oder auch ihr Unterstützungsumfeld entsprechend motiviert werden kann, besteht die Möglichkeit, durch die zusätzlichen Maßnahmen das parodontale Behandlungsergebnis noch besser sicherzustellen bzw. aufrecht zu erhalten. Pflegegrad oder Eingliederungshilfe bedeuten nicht automatisch, dass diesen Patienten die systematische Behandlungsstrecke verwehrt ist.

Die Zeitstrahlangaben (Monat) berücksichtigen die Vorgaben für die Positionen PBa/b (1x je Kalenderhalbjahr) sowie die PAR-Positionen in den verschiedenen Versorgungstrecken. Für die Wahl der Abstände wurden neben den angegebenen Mindestintervallen auch etablierte Kontroll- bzw. Besuchszyklen bei PBa/PBa (in der Regel sechs Monate Abstand) berücksichtigt. Es wurde zudem darauf geachtet, dass die Abstände der Leistungen sinnvoll gewählt sind, wenn teilweise auch kürzere Abstände möglich wären. Die tatsächliche Festlegung erlaubt gewisse Spielräume, die verschiedenen Umständen geschuldet sein können, wie z.B. persönliche Besuchssystematik, Urlaub, Krankheit, ....

Der Behandlungsbeginn wird einmal mit Oktober, einmal mit Januar und einmal mit April dargestellt, da ja die Kooperationsverträge zum 01.04.2014 eingeführt wurden. Natürlich kann auch zu jedem anderen Monat begonnen werden.

Das Zeitfenster für die Genehmigung eines PAR-Behandlungsplanes in der systematischen Behandlung nach PAR-Richtlinie ist optimistisch gewählt – deshalb „Ende 02“ bzw. „Ende 05“.

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  • Erstelldatum: Montag, 08. November 2021 10:24
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  • Grundsätzlich sind die Leistungen Parodontaler Screening-Index (PSI) Einschleifen des natürlichen Gebisses (108) und Nachbehandlung (111) nach geltenden BEMA-Richtlinien in beiden Versorgungsstrecken abrechenbar.
  • Für die Versorgungsstrecke nach PAR-Richtlinie (systematisch) kann auch im Rahmen von BEV eine chirurgische Intervention (CPT) vor UPT notwendig sein – aus Gründen der Vereinfachung wurde in diesem Beispiel darauf verzichtet. Zudem wurde für den Vergleich das Grading B als wahrscheinlich häufigste Einstufung der Progression in dieser Patientengruppe gewählt.
  • Bei Behandlung in der Praxis ggf. zusätzlich Befund bzw. Beratung abrechenbar. Allerdings nicht UPTb neben Ä1.
  • Zudem gilt: IP1, IP2, FU1, FU2, MHU, UPTa, UPTb nicht neben PBa bzw. PBb