Im Rahmen des wissenschaftlichen Kongresses zum Deutschen Zahnärztetag in Frankfurt/Main veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für AlterzahnMedizin (DGAZ) eine Session zum Thema „Alterzahnmedizin ‚to go‘ - Aufsuchende Betreuung als Erfolgreiche Ergänzung für meine Praxis?“. Dabei stellte Dr. Elmar Ludwig zunächst erste Schritte hin zu einer solchen Versorgung vor. Während er sich dabei den „Basics“ widmete, präsentierte DGAZ-Schatzmeister Dr. Dirk Bleiel unter „Medium“ einfache Therapiekonzepte, die bei aufsuchender Betreuung weiterhelfen. Anschließend schilderten mit einer kurzen Einführung der DGAZ-Präsidentin, Prof. Dr. Ina Nitschke, Dr. Angela Stillhart und ZA Hansmartin Spatzier ein in den letzten beiden Jahrzehnten gewachsenes Modell zur aufsuchenden Betreuung von Pflegeeinrichtungen der Uni Zürich: „XXL-Mobiles im größeren interdisziplinären Konzept“, bot einen interessanten Einblick Planung, Logistik und Durchführung dieses Projekts. Anschließend gab Dr. Bleiel Auskünfte zur Nutzung der neuen BEMA-Positionen 174a, 174b und 107a für den Praktiker. Der ebenfalls in der aufsuchenden Betreuung erfahrene Dr. Michael Weiss gab dann Ratschläge für die richtige Ausstattung: „Vom Alginat bis zur Zange: Was brauchen wir für mobile Einsätze?“ Es folgte eine abschließende Diskussion unter Leitung von Prof. Nitschke.

Im kommenden Jahr wird die DGAZ beim wissenschaftlichen Kongress eine deutlich prominentere Rolle einnehmen als in diesem Jahr. Dann nämlich lautet das Thema „Herausforderungen“ und eine davon wird der „ältere Patient“ sein.

Manchmal sind es Kleinigkeiten, die über Therapieerfolge entscheiden. Das gilt besonders für die zahnmedizinische Betreuung älterer und alter Menschen.

Wer in Sachen SeniorenZahnmedizin sein Fachwissen vertiefen oder auffrischen möchte, sollte sich Freitag, den 14.02.2020, schon einmal vormerken. An diesem Valentinstag veranstalten die Uniklinik Köln und die Deutsche Gesellschaft für AltersZahnmedizin (DGAZ) ihr drittes Symposium zum Thema, diesmal unter dem Titel „Senior*Innen-Zahnmedizin im Praxisalltag“.

Hier weitere Informationen (Flyer, PDF)

DGAZ Symposium Zahnmedizin im Praxisalltag 2020

DGAZ und Hochschulvertreter trafen sich zum 3. Tag der Lehre

12. September 2019 - Leipzig/Berlin. Wie wird das Fach Seniorenzahnmedizin eigentlich an den unterschiedlichen Hochschulstandorten vermittelt? Das ist die Kernfrage, der die Deutsche Gesellschaft für AltersZahnmedizin (DGAZ) im direkten Dialog mit den Universitäten nachgehen und gleichzeitig auch neue Impulse setzen möchte. In seiner dritten Auflage fand deshalb am 6. September 2019 in Berlin der „Tag der Lehre“ zu diesem Thema statt. Künftig, so der Beschluss dieses Treffens, soll dieser jährliche Austausch unter dem Namen „DGAZ-Tag der Lehre“ firmieren. Insgesamt waren zehn deutsche Universitäten vertreten (sowie die Universität Zürich) und DGAZ-Präsidentin Prof. Dr. Ina Nitschke freute sich über die erstmals beteiligten Hochschulen Berlin und Ulm.

Die Beteiligten konnten sich dabei u.a. auf die Themen einigen, die in einem Musterlehrplan für die Vorlesungen berücksichtigt werden sollten. Eine ausführliche Diskussion gab es zur Seniorenzahnmedizin in der neuen AO. Hier wurden die Wünsche aus den Unis zusammengetragen, die weiter zu besprechen und auf Umsetzbarkeit zu prüfen sein werden.

Die 2. Expertenarbeitsgruppen-Sitzung zur Entwicklung des Expertenstandards „Erhaltung und Förderung der Mundgesundheit in der Pflege“ tagte am 4. September 2019 in den Räumen der Bundeszahnärztekammer in Berlin. Rund 20 Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Pflege diskutierten dabei zunächst die Ausführungen zur Literatursuche zur Mundpflege von Dr. rer. medic. Erika Sirsch, Juniorprofessorin für Akutpflege an der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV), und ihrem Team.

Unter der Moderation von Prof. Dr. Andreas Büscher, Osnabrück, wissenschaftlicher Leiter des Deutschen Netzwerks für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP), wurden die Struktur für den zu entwickelnden Expertenstandard besprochen und einzelne Unterpunkte für erste Inhaltsthemen festgelegt. Das Besondere an diesem Pflegstandard ist das Novum, dass sich auch Vertreter aus einer anderen Fachrichtung als der Pflege, hier der Zahnmedizin, in dieser Expertenrunde einbringen konnten.

DGAZ lädt zahnmedizinische Hochschulvertreter zum 3. Symposium „SeniorenzahnMedizin in der Lehre" am 6. September 2019 in Berlin

Der rasante Alterungsprozess unserer Gesellschaft mit heute schon über 3,1 Millionen Pflegebedürftigen stellt auch die Zahnmedizin vor große Herausforderungen. Das gilt besonders für die zahnmedizinische Ausbildung, denn der Umgang mit betagten Menschen will gelernt sein. Was wird wie in der SeniorenzahnMedizin an den Hochschulen vermittelt, wie könnte eine funktionale Basislinie zur Vermittlung des Stoffs künftig aussehen? Das sind zentrale Fragen des 3. Symposiums „Seniorenzahnmedizin in der Lehre", zu dem die Deutsche Gesellschaft für AlterszahnMedizin (DGAZ) die zahnmedizinischen Hochschulstandorte in Deutschland und der Schweiz eingeladen hat. Am 6. September 2019, von 10 bis 16 Uhr, findet das Symposium in den Räumen der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) in Berlin statt.

„Nachdem wir in den vergangenen beiden Jahren bereits den Austausch gepflegt und wertvolle Erkenntnisse gewonnen haben, möchten wir in diesem Jahr gern noch mehr Hochschulen in Berlin versammeln, um die Ausbildungssituation möglichst einheitlich zu verbessern", erläutert die DGAZ-Präsidentin Prof. Ina Nitschke (Universität Leipzig). Es gehe dabei auch um eine Verstetigung der Kommunikation untereinander. „Rein rechnerisch kommen wir in Deutschland im Durchschnitt bereits auf 71 pflegebedürftiger Patienten pro Praxis. Gleichzeitig fühlen sich aber mehr als drei Viertel aller Zahnmedizin-Studierenden in der SeniorenzahnMedizin nicht gut ausgebildet", unterstreicht DGAZ-Vizepräsident Prof. Dr. Christoph Benz (Universität München) die Notwendigkeit zum gemeinsamen Handeln der Hochschulen. Er hofft auf die Teilnahme möglichst vieler Hochschullehrer: „Je mehr Standortebeteiligt sein werden, desto größer ist der mögliche und dringend benötigte Effekt."