Uniklinik Köln und DGAZ konnten 140 Teilnehmer bei Symposium „Seniorenprophylaxe ,auf Kasse'?" begrüßen

Köln. Die potenziell größte Patientengruppe sind in Deutschland die Senioren. Seit vergangenem Jahr existieren für die zahnmedizinische Betreuung älterer und alter Menschen hierzulande neue Abrechnungsmöglichkeiten speziell in der prophylaktischen Betreuung. Denn seit Mitte 2018 gilt der im Gemeinamen Bundesausschuss durchgesetzte § 22a SGB V. Allerdings werden die damit verbundenen Möglichkeiten in der Praxis noch eher selten genutzt. Um das zu ändern und einen Überblick über die erfolgreiche Umsetzung der BEMA Positionen 174a, 174b und 107a zu bieten, präsentierten die Uniklinik Köln und die DGAZ (Deutsche Gesellschaft für AlterszahnMedizin) ein gleichnamiges Symposium, zu dem Mitte Februar 140 Teilnehmer in den Großen Hörsaal der Zahnklinik Köln kamen.

Apollonia-Förderpreis für DGAZ-Präsidentin Nitschke und Dr. StillhartDen Förderpreis der Apollonia-Stiftung der Zahnärzte zu Münster haben in diesem Jahr DGAZ-Präsidentin Prof. Dr. Ina Nitschke (Universität Leipzig/Zürich, Bildmitte) und Dr. Angela Stillhart (Universität Zürich, 2.v.re.) für die Entwicklung des Gero-Parcours erhalten, der Zahnärzte in der Betreuung und im Umgang mit Senioren schult und inzwischen auch für Ärzte, Pflegende und Therapeuten erweitert wurde.

Der Förderpreis ist mit 2500 Euro dotiert. Den mit 15.000 Euro dotierten Apollonia-Preis erhielt Bundestagspräsident a.D. Prof. Dr. Norbert Lammert (li.). Der Preis wurde vom Stiftungsvorstand Dr. Klaus Bartling (2.v.li.) überreicht. Foto: Apollonia-Stiftung

 

Dr. Dirk Bleiel auf dem 2. Tag der Zahngesundheit 2018

Auf einer Informationsveranstaltung der Zahnärztekammer Niedersachsen (ZKN) 7. September 2018 zur mobilen aufsuchenden zahnmedizinischen Betreuung Pflege-bedürftiger in Hannover gaben Dr. Dirk Bleiel und ZA Hansmartin Spatzier Einblicke in ihre praktische Arbeit. Der Schatzmeister der DGAZ (Deutsche Gesellschaft für AlterszahnMedizin sowie der Schriftführer stellten dabei ihre Erfahrungen und ihre jeweiligen Konzepte zur mobilen Versorgung dieses Patientenkreises vor. Dabei lieferten beide Referenten praxisnahe und konkrete Beispiele aus ihrem Behandlungsalltag.  

"Das war eine gute gegenseitige Ergänzung und dürfte den rund 30 Kolleginnen und Kollegen deutlich vermittelt haben, um was es bei der aufsuchenden Betreuung Pflegebedürftiger geht", bilanzierte Dr. Bleiel. Während Bleiel sein SSS-Konzept auf Basis der drei Begriffe „simpel, sicher, solide“ vorstellte, ging Spatzier auf seine Arbeit mit einem MVZ im Hintergrund ein, in dem verschiedene Belange der Klientel verantwortlich gehandhabt werden können. Dabei sind konservierende und prothetische Arbeiten ebenso möglich wie eine Behandlung unter Narkose.