Seniorenzahnmedizin an deutschen Hochschulen

Zum zweiten "Tag der Lehre" der DGAZ trafen sich Vertreter von zehn deutschsprachigen Hochschulstandorten in Berlin

18. September 2018 Leipzig/Berlin
Die Situation der Seniorenzahnmedizin im Studium stand im Mittelpunkt des zweiten DGAZ-Tages der Lehre, zu dem die DGAZ (Deutsche Gesellschaft für AlterszahnMedizin e.V.) am 15. September 2018 ins Evangelische Geriatrie-zentrum Berlin eingeladen hatte. Vertreter von zehn deutschsprachigen Hochschulen waren dieser Einladung gefolgt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Benz (Vizepräsident der DGAZ) und Prof. Dr. Ina Nitschke, MPH (Präsidentin der DGAZ, Universität Leipzig) tauschten sich Mitarbeitende verschiedener Universitäten über die jeweilige Situation der Seniorenzahnmedizin an den Hochschulstandorten aus. "Ich war schon etwas überrascht darüber, dass an einigen Hochschulen alles, was die Seniorenzahnmedizin betrifft, nur in der Freizeit der Mitarbeitenden stattfinden kann. Angesichts des akuten Bedarfs an Zahnmedizinern bei der Versorgung Pflegebedürftiger - und hier speziell in der ambulanten Betreuung - kann ich das nicht nachvollziehen", erklärte DGAZ-Präsidentin Ina Nitschke im Anschluss.

Tag der Zahngesundheit am 25. September 2018Gemeinsames Statement der DGAZ-Vorsitzenden Prof. Ina Nitschke und Prof. Christoph Benz zum Tag der Zahngesundheit

25. September 2018 - Leipzig.
Die große Bedeutung der Mundgesundheit besonders für Menschen im Alter oder bei Pflegebedarf für eine gute Lebensqualität steht im Zentrum der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Anliegen, welche die Deutsche Gesellschaft für AlterszahnMedizin (DGAZ) in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellt. Schon deshalb begrüßen die Präsidentin, Prof. Dr. Ina Nitschke, und der Vizepräsident; Prof. Dr. Christoph Benz, der DGAZ das diesjährige Motto zum bundesweiten Tag der Zahngesundheit  „Gesund im Mund – bei Handicap und Pflegebedarf“. Speziell den Menschen, die ihre eigene Mundpflege nicht mehr richtig durchführen können, müsse durch ambulante oder aufsuchende Betreuung dabei geholfen werden.

„Das Interesse an Gesundheit und medizinischer Versorgung im Alter wächst, erfreulicherweise auch zunehmend im Bereich der Zahnmedizin. Dies ist deshalb so wichtig,
weil die Mundgesundheit pflegebedürftiger Menschen noch deutlich schlechter ist als bei
gleichaltrigen fitten Senioren. So ist das Risiko für Karies-, Parodontal- und Mundschleimhauterkrankungen überdurchschnittlich hoch", konstatieren beide in einem gemeinsamen Statement zum Tag der Zahngesundheit. Angesichts der demographischen Entwicklung in Deutschland werde die Zahl Pflegebedürftiger  von derzeit rund drei Millionen weiter ansteigen.

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Mit Inkrafttreten der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über Maßnahmen zur Verhütung von Zahnerkrankungen bei Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen (Richtlinie nach Paragraf 22a, SGB V) am 1. Juli 2018 ist für die Behandlung dieser Patienten eine neue Ära angebrochen. „Die jahrelangen Bemühungen der DGAZ gemeinsam mit der BZÄK und der KZBV zur Verbesserung der Mundgesundheit von Pflegebedürftigen tragen endlich Früchte“, freut sich die DGAZ–Präsidentin Prof. Dr. Ina Nitschke.

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Die Pressemitteilung der Barmer zu ihrem aktuellen Zahnreport 2018 gibt eine klare Botschaft: Zahnärzte kassieren die Besuchsgebühren in der Pflege, behandeln dann aber nicht. Diese Botschaft scheint so süffig, dass sie gleich von großen Tageszeitungen aufgegriffen wurde.