Lob für die eigene Arbeit kommt immer gut an. Noch besser ist es, dafür sogar einen Preis zu bekommen. Dominic Jäger M.Sc., Zahnarzt in der Praxis Dominik Niehues in Geseke, hat allen Grund zur Freude. Die Deutsche Gesellschaft für Präventive Zahnmedizin (DGPZM) hat ihm im Rahmen des ersten Deutschen Präventionskongresses im Mai in Düsseldorf  den seit 2017 verliehenen DGPZM-Praktikerpreis zugesprochen. Damit würdigte die Jury um den DGPZM-Vizepräsidenten Dr. Lutz Laurisch das Praxiskonzept zur zahnmedizinischen Betreuung von Senioren. Jäger ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für AltersZahnmedizin (DGAZ) und hat dort 2018 die Prüfung zum Spezialisten abgelegt. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

"Unsere Präsentation stand unter dem Titel 'Vom Hauszahnarzt zum Spezialisten für SeniorenZahnmedizin - Wie aus der Not eine Tugend wurde'", erläutert Jäger. Dabei ging es u.a. um eine Extra A&B Sprechstunde, Schulungen, Fortbildungen, Schaffen von Netzwerken, Austausch mit Kollegen und die Planungen für eine aufsuchende Betreuung pflegebedürftiger Patienten in deren Lebensraum. Mit vier Wohnheimen arbeitet die Praxis schon seit fünf Jahren zusammen. Außerdem werden u.a. Wohngemeinschaften und damit insgesamt rund 700 pflegebedürftige Patienten betreut. "Im Konzept beschrieben wir die historische Entwicklung und den Werdegang der Praxis der letzten 70 Jahre. Vor allem aber die letzten fünf Jahre, in der Zeit nach dem Curriculum und der Spezialistenprüfung, standen dabei im Mittelpunkt. Dieser Bericht sollte Kolleg/inn/en motivieren, ebenfalls in der SZM tätig zu werden."

Im Zuge der Urkundenverleihung lobte Dr. Laurisch die hohe Praxisrelevanz des Themas und forderte Kongressteilnehmer zur Nachahmung auf. DGAZ-Präsidentin Prof. Dr. Ina Nitschke zeigte sich vom besonderen Einsatz des erst 30jährigen Dominic Jäger angetan: "Ich gratuliere Ihnen sehr herzlich zum Praktikerpreis und bin von Ihrer Zielstrebigkeit in Sachen SeniorenZahnmedizin beeindruckt!" Es sei für das Fach von großer Bedeutung, dass möglichst viele möglichst junge Zahnmediziner/innen sich hier ebenfalls so beispielhaft engagierten.