Dr. Dirk Bleiel auf dem 2. Tag der Zahngesundheit 2018

Auf einer Informationsveranstaltung der Zahnärztekammer Niedersachsen (ZKN) 7. September 2018 zur mobilen aufsuchenden zahnmedizinischen Betreuung Pflege-bedürftiger in Hannover gaben Dr. Dirk Bleiel und ZA Hansmartin Spatzier Einblicke in ihre praktische Arbeit. Der Schatzmeister der DGAZ (Deutsche Gesellschaft für AlterszahnMedizin sowie der Schriftführer stellten dabei ihre Erfahrungen und ihre jeweiligen Konzepte zur mobilen Versorgung dieses Patientenkreises vor. Dabei lieferten beide Referenten praxisnahe und konkrete Beispiele aus ihrem Behandlungsalltag.  

"Das war eine gute gegenseitige Ergänzung und dürfte den rund 30 Kolleginnen und Kollegen deutlich vermittelt haben, um was es bei der aufsuchenden Betreuung Pflegebedürftiger geht", bilanzierte Dr. Bleiel. Während Bleiel sein SSS-Konzept auf Basis der drei Begriffe „simpel, sicher, solide“ vorstellte, ging Spatzier auf seine Arbeit mit einem MVZ im Hintergrund ein, in dem verschiedene Belange der Klientel verantwortlich gehandhabt werden können. Dabei sind konservierende und prothetische Arbeiten ebenso möglich wie eine Behandlung unter Narkose.

 

 

Zuhörer auf dem 2. Tag der Zahngesundheit 2018An die Vorstellung der Konzepte schloss sich eine lange und ausführliche Diskussion mit den Teilnehmenden dieses Workshops an. Dabei standen unterschiedliche Themen im Fokus. Es ging u.a. um die Novellierung der Richtlinie zum Paragraphen 22a, der als Schritt in die richtige Richtung aber noch nicht als ausreichend dargestellt wurde. Hier wurde konkret auch das Problem mangelnder Kooperationsverträge bzw. deren Bestandsschutz angesprochen, was in die Frage mündete, warum Kolleginnen und Kollegen einen solchen überhaupt noch abschließen sollten. Außerdem tat sich in diesem Zusammenhang die Frage auf, wie ab dem kommenden Jahr Senioreneinrichtungen und möglicherweise auch Zahnärzte verpflichtet werden könnten, eine solche Kooperation zu schließen und welche Sanktionen drohen könnten. Weiter wurde festgestellt, dass die Versorgung in ländlichen Gebieten große Defizite aufweist und zur Bewältigung der Unterversorgung in der ambulanten Betreuung noch keine ausreichenden Änderungsansätze gefunden werden konnten. Zum Abschluss der Veranstaltung gab Dr. Henning Otte Tipps zur Abrechnung bei Kooperationsverträgen.