DGAZ lädt zahnmedizinische Hochschulvertreter zum 3. Symposium „SeniorenzahnMedizin in der Lehre" am 6. September 2019 in Berlin

Der rasante Alterungsprozess unserer Gesellschaft mit heute schon über 3,1 Millionen Pflegebedürftigen stellt auch die Zahnmedizin vor große Herausforderungen. Das gilt besonders für die zahnmedizinische Ausbildung, denn der Umgang mit betagten Menschen will gelernt sein. Was wird wie in der SeniorenzahnMedizin an den Hochschulen vermittelt, wie könnte eine funktionale Basislinie zur Vermittlung des Stoffs künftig aussehen? Das sind zentrale Fragen des 3. Symposiums „Seniorenzahnmedizin in der Lehre", zu dem die Deutsche Gesellschaft für AlterszahnMedizin (DGAZ) die zahnmedizinischen Hochschulstandorte in Deutschland und der Schweiz eingeladen hat. Am 6. September 2019, von 10 bis 16 Uhr, findet das Symposium in den Räumen der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) in Berlin statt.

„Nachdem wir in den vergangenen beiden Jahren bereits den Austausch gepflegt und wertvolle Erkenntnisse gewonnen haben, möchten wir in diesem Jahr gern noch mehr Hochschulen in Berlin versammeln, um die Ausbildungssituation möglichst einheitlich zu verbessern", erläutert die DGAZ-Präsidentin Prof. Ina Nitschke (Universität Leipzig). Es gehe dabei auch um eine Verstetigung der Kommunikation untereinander. „Rein rechnerisch kommen wir in Deutschland im Durchschnitt bereits auf 71 pflegebedürftiger Patienten pro Praxis. Gleichzeitig fühlen sich aber mehr als drei Viertel aller Zahnmedizin-Studierenden in der SeniorenzahnMedizin nicht gut ausgebildet", unterstreicht DGAZ-Vizepräsident Prof. Dr. Christoph Benz (Universität München) die Notwendigkeit zum gemeinsamen Handeln der Hochschulen. Er hofft auf die Teilnahme möglichst vieler Hochschullehrer: „Je mehr Standortebeteiligt sein werden, desto größer ist der mögliche und dringend benötigte Effekt."

29. DGAZ-Jahrestagung in Hamburg zum Thema „Prothetische Versorgung bei Gebrechlichen und Pflegebedürftigen“ / Beitragssenkung für Assistenzärzte beschlossen / Acht neue Spezialisten SZM ausgezeichne

Hamburg. Mitten drin, statt nur dabei - das trifft sowohl auf das spektakuläre Ambiente des Hamburger Hafens als Tagungsort, als auch auf das Thema der 29. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für AlterszahnMedizin (DGAZ) Mitte Juni zu: die angemessene „Prothetische Versorgung bei Gebrechlichen und Pflegebedürftigen“ kann zu einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität Betroffener beitragen. Der Kongress fand gemeinsam mit der 3. Sonderfortbildung AlterszahnMedizin der Zahnärztekammer Hamburg statt. Das Kongressprogramm näherte sich dem Thema unter Berücksichtigung ganz unterschiedlicher Aspekte, von der richtigen Kommunikation des Praxisteams mit dementen Patienten, die unterschiedlichen Stadien einer demenziellen Erkrankung über die Vorteile einer unzerbrechlichen Nylon-Prothese bis hin zur Versorgung multimorbider Patienten. Auch der „Politische Pflegefall Mundhygiene" und die Forderung nach neuen BEMAPositionen für Menschen mit besonderem Versorgungsbedarf wurden diskutiert. Im Rahmen der angeschlossenen DGAZ-Mitgliederversammlung konnten acht neue Spezialisten für SeniorenzahnMedizin durch den langjährigen Vorsitzenden der Prüfungskommission und DGAZ-Ehrenmitglied, Dr. Klaus-Peter Wefers, ausgezeichnet werden.

Lob für die eigene Arbeit kommt immer gut an. Noch besser ist es, dafür sogar einen Preis zu bekommen. Dominic Jäger M.Sc., Zahnarzt in der Praxis Dominik Niehues in Geseke, hat allen Grund zur Freude. Die Deutsche Gesellschaft für Präventive Zahnmedizin (DGPZM) hat ihm im Rahmen des ersten Deutschen Präventionskongresses im Mai in Düsseldorf  den seit 2017 verliehenen DGPZM-Praktikerpreis zugesprochen. Damit würdigte die Jury um den DGPZM-Vizepräsidenten Dr. Lutz Laurisch das Praxiskonzept zur zahnmedizinischen Betreuung von Senioren. Jäger ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für AltersZahnmedizin (DGAZ) und hat dort 2018 die Prüfung zum Spezialisten abgelegt. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

"Unsere Präsentation stand unter dem Titel 'Vom Hauszahnarzt zum Spezialisten für SeniorenZahnmedizin - Wie aus der Not eine Tugend wurde'", erläutert Jäger. Dabei ging es u.a. um eine Extra A&B Sprechstunde, Schulungen, Fortbildungen, Schaffen von Netzwerken, Austausch mit Kollegen und die Planungen für eine aufsuchende Betreuung pflegebedürftiger Patienten in deren Lebensraum. Mit vier Wohnheimen arbeitet die Praxis schon seit fünf Jahren zusammen. Außerdem werden u.a. Wohngemeinschaften und damit insgesamt rund 700 pflegebedürftige Patienten betreut. "Im Konzept beschrieben wir die historische Entwicklung und den Werdegang der Praxis der letzten 70 Jahre. Vor allem aber die letzten fünf Jahre, in der Zeit nach dem Curriculum und der Spezialistenprüfung, standen dabei im Mittelpunkt. Dieser Bericht sollte Kolleg/inn/en motivieren, ebenfalls in der SZM tätig zu werden."

Was eigentlich macht Pflege aus? Eine visuelle Vorstellung davon soll ein Fotowettbewerb liefern, den die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ausgeschrieben hat. Unter dem Titel "Mensch - Arbeit - Alter" werden aussagestarke Bilder gesucht, bei denen die Pflege im Mittelpunkt steht. In der Ausschreibung heißt es dazu: "Die BGW setzt sich für gesunde Arbeitsbedingungen in der Pflege ein und möchte mit dem Fotowettbewerb zu einer Wertschätzung dieses Berufs beitragen. Denn Pflege geht uns alle an und kann uns alle betreffen.

Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für AlterszahnMedizin (DGAZ), Prof. Dr. Ina Nitschke, begrüßt diese Initiative, das Thema Pflege mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken: "Aus Sicht der zahnmedizinischen Versorgung stellt die Situation Pflegebedürftiger in Deutschland ein große Herausforderung dar. Das betrifft ganz sicher auch die Kooperation zwischen Zahnmedizinern und Pflegekräften." Nitschke hofft, dass aus dem dentalen Bereich möglichst viele aussagekräftige Fotos zur oralen Pflege für den Wettbewerb eingereicht werden. Die Einreichungsphase von Anfang April bis zum 12. Juli 2019. Die genauen Ausschreibungsmodalitäten finden sich unter:

https://www.bgw-online.de/DE/Medien-Service/Fotowettbewerb/Alter/Alter_node.html?utm_campaign=newsletter_2019-03-05_17:03:32

29. Jahreskongress der DGAZ in Kooperation mit der ZÄK Hamburg am 15. Juni 2019 mit dem Thema „Prothetische Versorgung bei Gebrechlichen und Pflegebedürftigen"

Leipzig/Hamburg. Das Thema „Prothetische Versorgung bei Gebrechlichen und Pflegebedürftigen"  bestimmt den 29. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für AlterzahnMedizin (DGAZ), der in Kooperation als 3. Sonderfortbildung der Zahnärztekammer (ZÄK) Hamburg zur AlterszahnMedizin am 15. Juni 2019 im Hotel Hafen Hamburg stattfinden wird. Anmeldemöglichkeit und Programm finden sich auf der DGAZ-Homepage www.dgaz.org. Im Fokus stehen beim Kongress Patienten, die aus unterschiedlichen Gründen pflegebedürftig geworden sind und deren zahnmedizinischer Status sich dadurch verschlechtert. Zentrale Fragen, die sich daran knüpfen, sind etwa, wie sich eine Verschlechterung vermeiden lässt, welche Hilfe bei der täglichen Mundhygiene möglich ist und wie Zähne geplant entfernt werden können, falls das notwendig wird. Im Interview erläutert Kongresspräsident Dr. Thomas Einfeldt, Vizepräsident der ZÄK Hamburg und Landesbeauftragter der DGAZ, weitere Details.