Apollonia-Förderpreis für DGAZ-Präsidentin Nitschke und Dr. StillhartDen Förderpreis der Apollonia-Stiftung der Zahnärzte zu Münster haben in diesem Jahr DGAZ-Präsidentin Prof. Dr. Ina Nitschke (Universität Leipzig/Zürich, Bildmitte) und Dr. Angela Stillhart (Universität Zürich, 2.v.re.) für die Entwicklung des Gero-Parcours erhalten, der Zahnärzte in der Betreuung und im Umgang mit Senioren schult und inzwischen auch für Ärzte, Pflegende und Therapeuten erweitert wurde.

Der Förderpreis ist mit 2500 Euro dotiert. Den mit 15.000 Euro dotierten Apollonia-Preis erhielt Bundestagspräsident a.D. Prof. Dr. Norbert Lammert (li.). Der Preis wurde vom Stiftungsvorstand Dr. Klaus Bartling (2.v.li.) überreicht. Foto: Apollonia-Stiftung

 

Dr. Dirk Bleiel auf dem 2. Tag der Zahngesundheit 2018

Auf einer Informationsveranstaltung der Zahnärztekammer Niedersachsen (ZKN) 7. September 2018 zur mobilen aufsuchenden zahnmedizinischen Betreuung Pflege-bedürftiger in Hannover gaben Dr. Dirk Bleiel und ZA Hansmartin Spatzier Einblicke in ihre praktische Arbeit. Der Schatzmeister der DGAZ (Deutsche Gesellschaft für AlterszahnMedizin sowie der Schriftführer stellten dabei ihre Erfahrungen und ihre jeweiligen Konzepte zur mobilen Versorgung dieses Patientenkreises vor. Dabei lieferten beide Referenten praxisnahe und konkrete Beispiele aus ihrem Behandlungsalltag.  

"Das war eine gute gegenseitige Ergänzung und dürfte den rund 30 Kolleginnen und Kollegen deutlich vermittelt haben, um was es bei der aufsuchenden Betreuung Pflegebedürftiger geht", bilanzierte Dr. Bleiel. Während Bleiel sein SSS-Konzept auf Basis der drei Begriffe „simpel, sicher, solide“ vorstellte, ging Spatzier auf seine Arbeit mit einem MVZ im Hintergrund ein, in dem verschiedene Belange der Klientel verantwortlich gehandhabt werden können. Dabei sind konservierende und prothetische Arbeiten ebenso möglich wie eine Behandlung unter Narkose.

Seniorenzahnmedizin an deutschen Hochschulen

Zum zweiten "Tag der Lehre" der DGAZ trafen sich Vertreter von zehn deutschsprachigen Hochschulstandorten in Berlin

18. September 2018 Leipzig/Berlin
Die Situation der Seniorenzahnmedizin im Studium stand im Mittelpunkt des zweiten DGAZ-Tages der Lehre, zu dem die DGAZ (Deutsche Gesellschaft für AlterszahnMedizin e.V.) am 15. September 2018 ins Evangelische Geriatrie-zentrum Berlin eingeladen hatte. Vertreter von zehn deutschsprachigen Hochschulen waren dieser Einladung gefolgt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph Benz (Vizepräsident der DGAZ) und Prof. Dr. Ina Nitschke, MPH (Präsidentin der DGAZ, Universität Leipzig) tauschten sich Mitarbeitende verschiedener Universitäten über die jeweilige Situation der Seniorenzahnmedizin an den Hochschulstandorten aus. "Ich war schon etwas überrascht darüber, dass an einigen Hochschulen alles, was die Seniorenzahnmedizin betrifft, nur in der Freizeit der Mitarbeitenden stattfinden kann. Angesichts des akuten Bedarfs an Zahnmedizinern bei der Versorgung Pflegebedürftiger - und hier speziell in der ambulanten Betreuung - kann ich das nicht nachvollziehen", erklärte DGAZ-Präsidentin Ina Nitschke im Anschluss.

Tag der Zahngesundheit am 25. September 2018Gemeinsames Statement der DGAZ-Vorsitzenden Prof. Ina Nitschke und Prof. Christoph Benz zum Tag der Zahngesundheit

25. September 2018 - Leipzig.
Die große Bedeutung der Mundgesundheit besonders für Menschen im Alter oder bei Pflegebedarf für eine gute Lebensqualität steht im Zentrum der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Anliegen, welche die Deutsche Gesellschaft für AlterszahnMedizin (DGAZ) in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellt. Schon deshalb begrüßen die Präsidentin, Prof. Dr. Ina Nitschke, und der Vizepräsident; Prof. Dr. Christoph Benz, der DGAZ das diesjährige Motto zum bundesweiten Tag der Zahngesundheit  „Gesund im Mund – bei Handicap und Pflegebedarf“. Speziell den Menschen, die ihre eigene Mundpflege nicht mehr richtig durchführen können, müsse durch ambulante oder aufsuchende Betreuung dabei geholfen werden.

„Das Interesse an Gesundheit und medizinischer Versorgung im Alter wächst, erfreulicherweise auch zunehmend im Bereich der Zahnmedizin. Dies ist deshalb so wichtig,
weil die Mundgesundheit pflegebedürftiger Menschen noch deutlich schlechter ist als bei
gleichaltrigen fitten Senioren. So ist das Risiko für Karies-, Parodontal- und Mundschleimhauterkrankungen überdurchschnittlich hoch", konstatieren beide in einem gemeinsamen Statement zum Tag der Zahngesundheit. Angesichts der demographischen Entwicklung in Deutschland werde die Zahl Pflegebedürftiger  von derzeit rund drei Millionen weiter ansteigen.