DGAZ würdigt gemeinsames Engagement mit BZÄK, KZBV und BDO / Mehr Zahnärzte für aufsuchende Betreuung benötigt

02. September 2020 - Leipzig. Eine echte Erfolgsgeschichte nahm vor zehn Jahren ihren Anfang, sie ist aber noch nicht zu Ende geschrieben: Damals hoben nach gemeinsamen Vorbereitungen die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV), die Arbeitsgemeinschaft für zahnärztliche Behindertenbehandlung im Berufsverband Deutscher Oralchirurgen (BDO) und die Deutsche Gesellschaft für AlterszahnMedizin (DGAZ) ihr gemeinsames Konzept „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter“ aus der Taufe. Das sog. „AuB-Konzept“ will systematisch die zahnmedizinische Betreuung vulnerabler Patientengruppen wie ältere Menschen, Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung verbessern helfen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Pflege braucht Zahnmedizin

Die Mundgesundheit von Menschen mit Pflegebedarf ist sehr anfällig und bedarf einer ständigen guten täglichen Mundhygiene durch die Pflege. Ist die Mundpflege nicht optimal, entstehen schnell Karies und Parodontitis, hochwertige Zahnversorgungen sind gefährdet. Wir wissen auch, dass Entzündungserreger aus dem Mund in den Körper eintreten und dort Infektionen z. B. Pneumonien auslösen. Neben der täglichen Mundhygiene ist es notwendig, dass eine kontinuierliche zahnmedizinische Betreuung stattfindet, um zum einen zeitnah Probleme in der Mundhöhle zu erkennen und zum anderen die Pflege in ihrer täglichen Aufgabe zur Mundgesundheit durch strukturierte professionelle Prophylaxe zu unterstützen.

Risikomanagement bei der zahnärztlichen Behandlung Pflegebedürftiger insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin e.V.

Senioren mit Pflege- und Unterstützungsbedarf weisen aufgrund chronischer Krankheiten, Abwehrschwäche und funktioneller Einschränkungen erhöhte Infektionsrisiken auf. Zu nennen wären Bakteriämie, gastrointestinale Infektionen und Atemwegsinfektionen – aktuell insbesondere Infektionen durch das Corona-Virus (SARS-CoV-2). Gerade weil der zahnmedizinischen Betreuung pflegebedürftiger Menschen große Bedeutung zukommt, um Infektionen in der Mundhöhle einschließlich davon ausgehender weiterer Infektionen (z. B. Pneumonie, Endokarditis) entgegenzuwirken [1], hat die Infektionsprävention bei der zahnärztlichen Versorgung oberste Priorität.

Die Frist zur Abgabe des Prüfungsantrages für die Spezialistenprüfung wurde auf den 15.5.2020 verlängert.

Die Prüfung für den Spezialisten/in für Seniorenzahnmedizin wird trotz der Absage der Jahrestagung aufrechterhalten. Nach Prüfung der Unterlagen wird für das Prüfungsjahr 2020 das weitere Vorgehen ohne Reisetätigkeit mit Ihnen und dem Vorsitzenden der Kommission besprochen.
 
Bitte die Unterlagen bis zum 15.05.2020 einreichen. Wir freuen uns auf Ihren Antrag.