Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Pflege braucht Zahnmedizin

Die Mundgesundheit von Menschen mit Pflegebedarf ist sehr anfällig und bedarf einer ständigen guten täglichen Mundhygiene durch die Pflege. Ist die Mundpflege nicht optimal, entstehen schnell Karies und Parodontitis, hochwertige Zahnversorgungen sind gefährdet. Wir wissen auch, dass Entzündungserreger aus dem Mund in den Körper eintreten und dort Infektionen z. B. Pneumonien auslösen. Neben der täglichen Mundhygiene ist es notwendig, dass eine kontinuierliche zahnmedizinische Betreuung stattfindet, um zum einen zeitnah Probleme in der Mundhöhle zu erkennen und zum anderen die Pflege in ihrer täglichen Aufgabe zur Mundgesundheit durch strukturierte professionelle Prophylaxe zu unterstützen.

Ohne Zahnärzte geht es nicht

Mit regelmäßiger zahnärztlicher Betreuung der Pflegebedürftigen werden Zähne professionell gereinigt und die Mundpflege den Angehörigen und der Pflege erläutert. Mobil ausgerüstet werden Pflegeeinrichtungen zahnmedizinisch betreut oder es werden Patienten ambulant in ihrer Wohnung behandelt. Die DGAZ hat Mitte März empfohlen, die Reihenuntersuchungen in Senioreneinrichtungen ruhen zu lassen und sich damit für das erklärte Ziel, die Infektionsraten einzudämmen, ausgesprochen. Mit dem jetzt Erreichten können und müssen wir wieder starten, die Menschen mit Pflegebedarf zahnmedizinisch weiter zu betreuen. Dabei ist es wichtig, die coronabedingt aufgetretenen Einschränkungen gemeinsam mit der Pflege aufzufangen.  Die DGAZ empfiehlt, die Menschen mit Pflegebedarf in enger Absprache mit den Einrichtungsleitungen nicht nur in Notfallsituationen, sondern wieder regulär zahnmedizinisch zu betreuen. 

Zahnmedizin kann Hygiene

Die DGAZ empfiehlt weiterhin, die Pflegenden und die Angehörigen darauf hinzuweisen, dass der Mund schon immer ein infektionsträchtiger Ort war und dass die zahnärztlichen Teams geübt darin sind, ihre Patienten und sich zu schützen. Für den besonderen Schutz der Senioren gibt es aktuelle Empfehlungen der DGAZ. Da Zahnmediziner gut in der Hygiene verortet sind, darf die Sorge um Covid-19-Erkrankungen bei den jetzigen Infektionszahlen kein Grund sein, dass pflegebedürftige Menschen zahnmedizinisch vernachlässigt werden.

Bleiben Sie bitte aktiv!

Der Vorstand der DGAZ

Risikomanagement bei der zahnärztlichen Behandlung Pflegebedürftiger insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin e.V.

Senioren mit Pflege- und Unterstützungsbedarf weisen aufgrund chronischer Krankheiten, Abwehrschwäche und funktioneller Einschränkungen erhöhte Infektionsrisiken auf. Zu nennen wären Bakteriämie, gastrointestinale Infektionen und Atemwegsinfektionen – aktuell insbesondere Infektionen durch das Corona-Virus (SARS-CoV-2). Gerade weil der zahnmedizinischen Betreuung pflegebedürftiger Menschen große Bedeutung zukommt, um Infektionen in der Mundhöhle einschließlich davon ausgehender weiterer Infektionen (z. B. Pneumonie, Endokarditis) entgegenzuwirken [1], hat die Infektionsprävention bei der zahnärztlichen Versorgung oberste Priorität.

Die Frist zur Abgabe des Prüfungsantrages für die Spezialistenprüfung wurde auf den 15.5.2020 verlängert.

Die Prüfung für den Spezialisten/in für Seniorenzahnmedizin wird trotz der Absage der Jahrestagung aufrechterhalten. Nach Prüfung der Unterlagen wird für das Prüfungsjahr 2020 das weitere Vorgehen ohne Reisetätigkeit mit Ihnen und dem Vorsitzenden der Kommission besprochen.
 
Bitte die Unterlagen bis zum 15.05.2020 einreichen. Wir freuen uns auf Ihren Antrag.

Die Tagung müssen wir leider aufgrund der Corvid-19-Erkrankungen absagen.
Teilnehmende, die ihr Hotelzimmer nicht direkt im Hotel sondern über Buchungsportale gebucht haben, sollten Ihr Hotelzimmer zeitnah zu stornieren.
Die bereits bezahlten Tagungsgebühren werden von der DGAZ zurück überwiesen.

Wir freuen uns auf ein Treffen im nächsten Jahr!

Bleiben Sie gesund.
Ihr DGAZ Vorstand