Prof. Roland Frankenberger (Foto: privat)

DGZMK-Präsident Prof. Roland Frankenberger: „Fahren auf Sicht - aber bei starkem Nebel“ / Start der AO-Z vor Verschiebung

27. März 2020 Marburg/Düsseldorf.
Die Lage der Zahnmedizin in Deutschland ist in Zeiten der SARS-CoV-2/Covid-19-Pandemie von großen Unsicherheiten geprägt. Das betrifft die von persönlichem Risiko geprägte und besonders auch wirtschaftlich prekäre Lage in den Praxen ebenso wie den regelrechten „Shut down“ an den Hochschulen. „Wir fahren auf Sicht - und das leider bei starkem Nebel“, beschreibt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), Prof. Dr. Roland Frankenberger (Uni Marburg), die aktuelle Situation. Er plädiert dafür, gerade jetzt das sogenannte ‚große M‘ in Zahnmedizin hochzuhalten. Fest steht für Frankenberger bereits die Verschiebung der geplanten Einführung der neuen Approbationsordnung Zahnmedizin: „Deren Start im Oktober 2020 muss verschoben werden.“ Darüber sei sich der Medizinische Fakultätentag mit einstimmiger Zustimmung bereits einig.

Dr. Hafner

Risikogruppe Senior*innen: Mundhygiene angesichts von COVID-19
besonders wichtig!

DGAZ rät von Routineuntersuchungen dringend ab / Aufsuchende Betreuung nur im Notfall

26. März 2020 - München. Die aktuelle COVID-19-Pandemie bedeutet für die zahnärztliche Betreuung der als Risikogruppe eingestuften Senior*innen und hier besonders der Pflegebedürftigen eine zusätzliche Herausforderung. Die Deutsche Gesellschaft für AlterszahnMedizin (DGAZ) empfiehlt deshalb dringend, Betreuer*innen noch einmal nachdrücklich auf die Notwendigkeit der Mundhygiene hinzuweisen. Sie rät angesichts des herrschenden Infektionsrisikos auch dringend davon ab, routinemäßige Behandlungen oder die aufsuchende Betreuung nach § 119 SGB V weiter durchzuführen. „Die Gefahr einer von außen in Pflegeeinrichtungen oder Privathaushalte hineingetragenen Infektion ist selbst unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen, wie Mundschutz, Brille, Handschuhe und dem Tragen von Einmalkitteln, einfach zu groß“, warnt der DGAZ-Landesbeauftragte in Bayern, Dr. Cornelius Haffner, alle Zahnmediziner*innen. Neben der Gefahr für die Patient*innen bestehe darüber hinaus ein großes Risiko, das zahnärztliche Team dabei selbst anzustecken.

Entscheidung über das Stattfinden der Klausur Königstein und damit der 30. Jahrestagung der DGAZ vertagt:
In Absprache mit dem Tagungshotel KTC Königstein können Ihre gebuchten Hotelzimmer und die Jahrestagzug noch bis zum 1. Mai kostenlos storniert werden. Wir informieren Sie hier rechtzeitig über die weitere Entwicklung und teilen Ihnen mit ob die Tagung stattfinden kann.

 

Uniklinik Köln und DGAZ präsentieren im 3.Symposium medizinische und zahnmedizinische Ansätze

19. Februar 2020 - Köln. Ein geballtes Bündel an Informationen und erstklassige Referenten aus Medizin und ZahnMedizin bot das von der Uniklinik Köln und der Deutschen Gesellschaft für AlterszahnMedizin (DGAZ) am Valentinstag veranstaltete gemeinsame 3. Symposium zur „Senior*innen-Zahnmedizin im Praxisalltag“, das wegen der großen Nachfrage (rund 170 Teilnehmer) kurzfristig in den Hörsaal der Anatomie umgesiedelt war. „Besonders gefreut hat mich der hohe Anteil junger Zuhörer*innen. Das werte ich als steigendes Interesse am Fach SeniorenzahnMedizin und es spiegelt dessen tatsächliche Bedeutung im Hinblick auf die demographische Entwicklung wider“, zeigte sich DGAZ-Präsidentin Prof. Dr. Ina Nitschke, MPH, (Uni Leipzig) abschließend sehr zufrieden. Auch Gastgeber Prof. Dr. Michael J. Noack (Direktor der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie, Universitätsklinik Köln), der das Symposium launig moderierte, wertete die Veranstaltung als „schönen Erfolg“, dem im kommenden Jahr eine Fortsetzung folgen soll.